Drei Tage zwischen Vieux-Port, den Gassen des Panier und dem Licht der Calanques — mit gutem Essen und Naturwein als ständige Begleiter. Danach Bordeaux und eine Woche im Lot-et-Garonne.
711 km, ca. 6 h 55 reine Fahrt. Route: A35 / A36 → A39 → A6 (Beaune · Lyon) → A7 «Autoroute du Soleil» → Marseille. Praktisch gleich schnell die Variante über die Schweiz (A1 via Bern/Genf, 707 km / 6 h 46) — mit CH-Vignette ohne Nachteil. Am Tag X nimmt das Navi die jeweils schnellste.
Winziges, weiss getünchtes Fischerdorf an der Südspitze Marseilles (8e) — «le bout du monde», wo der Calanques-Nationalpark beginnt. Gleich dahinter der noch kleinere Hafen Callelongue. Kleine Häfen, Cabanons, glasklares Wasser — dahinter nur noch Meer und Fels.
Anfahrt per Boot (RTM-Navette maritime): ab Vieux-Port durchgehend über Pointe-Rouge (8 €) oder mit Bus 19 ab Castellane nach Pointe-Rouge und dort die Navette (5 €). Stündlich, fährt bis 27. Sept. Ab Pointe-Rouge 8:50–19:50, zurück ab Les Goudes 9:20–20:20. Letztes Boot 20:20 — für La Ola (21:30) am besten die ca. 19:20 nehmen. Das Ticket gilt 1 h 30 auf dem ganzen RTM-Netz.
Vor Ort: Baden an den Felsbuchten, kurzer Küstenspaziergang nach Callelongue (ca. 20–30 Min.), Apéro und Meeresfrüchte an den Cabanon-Lokalen am Hafen. Feste Schuhe für die Felsen & Badesachen mitnehmen.
Zwischenstopp im Südwesten: ankommen, im Panaille essen, und am Sonntag entspannt Bordeaux geniessen, bevor nachmittags die Lessles landen.
Sonntag-Essen: Austern & Crémant am Marché des Capucins (So bis ca. 14:30) ersetzen den Lunch. Falls's doch ein Sitz-Restaurant sein soll — Panaille ist So zu — zentral & sonntags offen: La Tupina (Südwest-Klassiker, ★ 4,3 · 1619, mittags bis 14 Uhr) oder die Brasserie Bordelaise (durchgehend). Bitte reservieren.
Auto ab Sonntag: Mit Laura, Jesse & Leni sind es zu fünft plus Gepäck für eine Woche — Gepäck-Tetris einplanen. Ab Mittwoch entlastet Leas Mietwagen als zweites Auto.
Südwest-Regel: Das Schoko-Gebäck heisst hier «une chocolatine», nie «pain au chocolat» — die Bordelais nehmen's mit Humor, aber bestens gewappnet. 😉
Eine Woche im Lot-et-Garonne mit Freunden — Bastide-Dörfer, Wochenmärkte und die Dordogne in Reichweite, dazu viel Zeit zum Kochen.
Auf rund ⅔ der Strecke (590 km) liegt Beaune — idealer Mittags- oder Übernachtungsstopp, danach noch 2,5–3 h bis Basel. Sonntags-Lunch dort: Le Bistro im Hôtel de la Poste (offen).
Cancon liegt am Übergang vom Lot-et-Garonne zum Bergerac/Périgord — eine ruhige, hügelige «France profonde» mit mittelalterlichen Bastide-Dörfern (Monflanquin, Villeréal, Monpazier, Issigeac), lebendigen Wochenmärkten und den Bergerac-Weinen. Spezialitäten: Pruneaux d'Agen, Walnüsse (Noix du Périgord AOP), Erdbeeren, Foie gras. Lot und Dordogne laden zum Kanufahren.
Wein ringsum: neben dem Bergerac (am Freitag) treffen hier drei weitere Appellationen aufeinander — Buzet (samtige Rote, ca. 40 Min.), Côtes de Duras (frische Weisse, ideal für Hitzetage) und der kräftige Cahors/Malbec (ca. 1 h 15, So zu). Direkt vor der Tür der Geheimtipp Thézac-Perricard («Vin du Tsar»). Bei über 30 °C auch leichte Rote leicht gekühlt geniessen — und etwas Kofferraum für Weinkisten freihalten.
Extra-Tipps: abends in Villeneuve-sur-Lot über den Pont des Cieutats zur hängenden Kapelle Notre-Dame-du-bout-du-pont schlendern; die Maison du Pruneau (Lafitte-sur-Lot, Hofbesuch + Degustation), eine Walnussmühle (Moulin de la Veyssière, AOP-Öl) und eine Kanutour auf der Dordogne im Périgord Noir (1 h östlich). Für Marchés gourmands und Hof-Öffnungszeiten im Juli den Markt-Kalender kurz vorab prüfen.